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Österreichischer Schwerhörigenbund
DACHVERBAND

"Tag gegen Lärm" am 24. April 2019

„TAG GEGEN LÄRM“ AM 24. APRIL 2019: Jeder vierte Österreicher ist zu viel Straßenlärm ausgesetzt: Wie man sich schützen kann, wird in folgendem Pressetext, der uns von der Fa.Neuroth zur Verfügung gestellt wurde erörtert:

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Der steigende Alltagslärm macht auf Dauer nicht nur den Ohren zu schaffen, sondern auch dem allgemeinen Wohlbefinden. Über zwei Millionen Österreicher sind zu viel Straßenlärm ausgesetzt. Ab wann ist laut zu laut? Ein Hörakustiker klärt anlässlich des „Internationalen Tages gegen Lärm“ am 24. April auf und gibt ein paar Ruhetipps.

Graz: Vorbeirauschende Autos, laute LKW oder Motorräder, quietschende Straßenbahnen – wer in der Nähe einer vielbefahrenen Straße wohnt, hat es oft nicht leicht. Denn der Verkehrslärm ist weltweit die Lärmquelle Nummer eins. In Österreich sind rund 2,1 Millionen Menschen – also rund jeder Vierte, was auch dem europäischen Schnitt entspricht – zu viel Verkehrslärm ausgesetzt, wie aktuelle Daten der Europäischen Umweltagentur zeigen. Auf die steigende Lärmbelastung wollen Hörakustikexperten anlässlich des bevorstehenden Tages gegen Lärm (24. April) hinweisen.

„Zu viel Lärm strapaziert leider nicht nur unsere Nerven, sondern über längeren Zeitraum auch unsere Gesundheit. Möglich Folgen neben einer Hörminderung sind Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Probleme“, erklärt Hörakustik-Meister Andreas Grill von Neuroth in Graz. Die von der Weltgesundheitsorganisation definierte kritische Grenze in puncto Straßenlärm liegt bei durchschnittlich 55 Dezibel pro Tag. Ist man täglich einem höheren Lautstärkepegel ausgesetzt, kann sich das auf Dauer negativ auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Für das Gehör wird eine Schalleinwirkung ab 85 Dezibel über längeren Zeitraum bedenklich.

„Unser Gehör benötigt Ruhephasen“
Im Zuge der europaweiten Umgebungslärm-Richtlinie werden schrittweise gesetzliche und bauliche Maßnahmen ergriffen, um insbesondere den Verkehrslärm zu reduzieren. Wie man sich persönlich am besten schützen kann, weiß Hörakustik-Meister Andreas Grill: „Als erstes ist es wichtig, dass man sich den Lärm und seine Folgen bewusst macht. Laute Situationen sollte man im Alltag so gut wie möglich vermeiden und seinen Ohren die ein oder andere Ruhephase gönnen.“

Vor allem in der Nacht sei es wichtig, dass unsere Ohren auch einmal abschalten können: „Was zum Schlafen hilft, wenn es zu laut ist, ist ein spezieller Gehörschutz, der individuell angepasst wird und für ruhigere Nächte sorgt“, empfiehlt der Hörakustik-Experte von Neuroth. Bei einem kostenlosen Hörtest kann man außerdem genau herausfinden, wie es um das eigene Hörvermögen steht, wenn man eine Veränderung beim Hören feststellt.

Zahlen & Fakten rund ums Thema Straßenlärm:

Straßenlärm-Belastung in Österreich Straßenlärm-Belastung in Österreich 

Wie viel Prozent der Einwohner in Österreichs größten Städten verkehrsbedingt einem zu hohen Lärmpegel  (über 55 Dezibel) ausgesetzt sind: 

  • Wien: 94,1 % ( 1.751.00 Betroffene)
  • Innsbruck: 60,3 % (80.500 Betroffene)
  • Salzburg: 48,6 % (72.100 Betroffene)
  • Linz: 45,6 % (100.900 Betroffene)
  • Graz: 42,8 % (117.300 Betroffene)

Quelle: EU/Europäische Umweltagentur, 2018

Basis dieser Daten sind sogenannte „Lärmkarten“, die genaue Auskünfte über die Belastungen in allen Bundesländern geben: www.laerminfo.at

Weitere Lärm-Fakten:

  • Lärmschwerhörigkeit ist die zweithäufigste Form einer Hörminderung nach der Altersschwerhörigkeit. 
  • Der Straßenverkehr sorgt für den größten Lärm – gefolgt vom Zug- und Flugverkehr.
  • Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist Lärm in Europa die zweitgrößte umgebungsbedingte Gefahr für die Gesundheit.
  • 70 Prozent der Betroffenen, die unter zu viel Straßenlärm leiden, leben in Ballungsgebieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: blickpunkt 1/2019 (Magazin des Dachverbandes der NÖ Selbsthilfe)