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Letztes Aktualisierung:
23. April 2013




Pressemeldungen

"DIE PRESSE": Artikel zu Schriftdolmetschausbildung

23. 04. 2013

Am 20./21.4.2013 erschien in der PRESSE ein Artikel zur Bekanntmachung der Schriftdolmetschausbildung des ÖSB

Höranlage im Festsaal Bezirksvorstehung Wien 15

17. 04. 2013

Festsaal des Amtshauses Wien 15 barrierefrei für Schwerhörige

Die Bezirksvorstehung Wien 15 nimmt die Umsetzung von Barrierefreiheit ernst, und zwar auch für Schwerhörige! Der Festsaal des Amtshauses in Rudolfsheim-Fünfhaus wurde mit einer induktiven Höranlage ausgestattet. Das war auch in der KRONEN ZEITUNG vom 11.4.13 zu lesen, hier als Download anbei!

ÖSB neues Mitglied im Klagsverband

26. 05. 2011

Mitglied Nr.24: ÖSB

Für barrierefreies Hören setzt sich der Österreichische Schwerhörigenbund Dachverband, kurz ÖSB, ein. Er vertritt und unterstützt alle schwerhörigen Menschen rund um das Thema "Hören" und "lautsprachliche Kommunikation".

 

Der Dachverband mit Sitz in Wien und einer Außenstelle in Klagenfurt verfolgt dabei das Ziel der Gleichstellung von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen in allen Bereichen des Lebens. Dazu gehört einerseits die adäquate hörtechnische Versorgung aller Betroffenen, andererseits die Schaffung von Rahmenbedingungen, um den Einsatz und die Versorgung mit Hörtechnologien zu gewährleisten.

Der ÖSB versucht auch mit spezifischen Projekten, die Lebenssituation von hörbeeinträchtigen Menschen zu verbessern. Dazu gehört u.a. eine Initiative zur Ausbildung von SchriftdolmetscherInnen, die Hörgeschädigte in ihrer Kommunikation unterstützen. Dieses Projekt ist so wie zahlreiche andere grenzüberschreitend und unterstreicht das internationale Engagement des Österreichischen Schwerhörigenbunds.

Neben diesen Aktivitäten hat sich der ÖSB auch einen Namen als Veranstalter von internationalen Konferenzen und Symposien gemacht. Ein weiterer Service ist die Zeitschrift "Sprachrohr", die vierteljährlich erscheint.

"Der ÖSB möchte aktiv an der Gleichstellung und der Durchsetzung der Rechte von hörbehinderten Menschen, rund ums Hören und lautsprachliche Kommunikation mitwirken und somit einer Diskriminierung in allen Bereichen - in der Bildung, sowie im beruflichen, gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben - entgegensteuern. Wir wünschen uns eine aktive Kooperation und Vernetzung mit dem Klagsverband und anderen Verbänden im Sinne der Betroffenen", so ÖSB-Präsidentin Mag.a Brigitte Slamanig.

Der Klagsverband begrüßt den neuen Mitgliedsverein als 24. Mitglied und freut sich über die Verstärkung! Mit dem ÖSB gewinnt der Klagsverband eine weitere starke Stimme für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

Logopädie bei kindlichen Hörstörungen

24. 10. 2009

Frühestmögliche Diagnose einer Hörstörung und entsprechende therapeutische Behandlung vor allem auch auf logopädischer Basis sind unabdingabare Voraussetzungen für die positive Sprachentwicklung hörbeeinträchtigter Kinder.

Das Ohr ist psychologisch gesehen, das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Es dient der sprachlichen Kommunikation, ohne die der Mensch von der Gesellschaft ausgeschlossen wäre.

„In Österreich werden jährlich ca. 100 Kinder mit Hörschädigung geboren“(Finckh-Kraemer U, 1998,46) Aufgrund des flächendeckenden Einsatzes des Neugeborenen-Hörscreenings ist die Früherkennung einer Hörstörung gesichert und damit eine Hörgerätversorgung des Neugeborenen ab dem 1. Lebensmonat möglich. Das Hörscreening ersetzt jedoch keinesfalls die laufende Überprüfung des Hörvermögens, da Hörstörungen auch im Kleinkind- und Kindesalter auftreten können. Die Sprache ist dem Menschen nicht angeboren sondern wird vom ersten Lebenstag an erworben. Ein normales Hörvermögen ist eine Voraussetzung für den Spracherwerb. „Zu hören beginnt das Ungeborene bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche, Reaktionen auf akustische Reize erfolgen ab der 22. Schwangerschaftswoche.“ (Friedrich et al, 2005) Das Ungeborene nimmt den Herzschlag der Mutter, aber genauso laute Schallereignisse außerhalb des Mutterleibes wahr. Als Neugeborenes erschrickt es bei lauten Geräuschen, mit drei Monaten wendet es den Kopf einer Schallquelle zu, lässt sich  durch leises Sprechen und Singen beruhigen und erkennt die Stimmen seiner Bezugspersonen. Im Alter von ca. einem halben Jahr beginnt die Phase der Nachahmung von  eigenen und fremden Geräuschen, Lauten und Wörtern.

(...)

Logopädische Diagnostik, Beratung und Therapie nimmt in der Betreuung des hörauffälligen bzw. hörgeschädigten Kindes und seinen Eltern eine zentrale Rolle ein. In interdisziplinärerer Zusammenarbeit ist die Logopädin mit verantwortlich dafür, dass sensible Phasen, also Zeitfenster, innerhalb derer Reifungsprozesse ablaufen, optimal zur Versorgung mit Hörhilfen und zum Spracherwerb genützt werden. Das primäre Ziel in der logopädischen Therapie muss es sein, das Kind zu einer bestmöglichen Kommunikations- und Dialogfähigkeit zu führen, um ihm eine Integration in die Welt der Hörenden zu ermöglichen. Es gibt dennoch Gründe für eine kombinierte, bilinguale Sprachtherapie, vor allem für Kinder schwerhöriger oder gehörloser Eltern.

Den gesamten Fachartikel dieses Textauszuges von Logopädin Heike Münch finden Sie in der ÖSB-Zeitschrift Sprach-R-ohr Ausgabe 3.09!
 

 

 Diese Übersichtstafel zur Information für Eltern mit dem Titel "Wie spricht mein Kind?", zur Verfügung gestellt vom Berufsverband "logopädieaustria", ist als pdf-Datei erhältlich unter pressestelle(at)oesb-dachverband.at

Welle von Schwerhörigen auf dem Vormarsch!

01. 10. 2009

Ein höheres Lebensalter, mehr ältere Menschen generell und die gefährlichen Gewohnheiten junger Menschen, ihren MP3-Player oder iPod sehr laut und viel zu lang zu hören, bedeuten einen deutlichen Anstieg der Anzahl von Menschen...

Eine neue Studie, durchgeführt von Wissenschaftlern der American Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland,  zeigt auf, dass wir einer Welle von Schwerhörigkeit ins Auge sehen müssen. Die Studie ergab, dass 8,5 Prozent der Menschen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr und 17 Prozent der Erwachsenen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr betroffen sind. Lärm am Arbeitsplatz, Lärm durch Schüsse und besonders laute Musik sind die Hauptursachen für die ansteigende Anzahl der Vorfälle von Hörverlust in diesen Altergruppen. Schwerhörigkeit ist auch eine Erscheinung des Alters. Der Anstieg des Durchschnittsalters und der zunehmende Gebrauch von Musikabspielgeräten verursachen gemeinsam diese epidemieartige Verbreitung von Schwerhörigkeit in den USA.

Gefährliche Gewohnheiten

Eine weitere, kürzlich durchgeführte Untersuchung der American Speech-Language-Hearing Association zeigte, dass die Hörgewohnheiten junger Menschen völlig aus dem Bereich des gesunden fallen. Mehr als die Hälfte der befragten Highschool Studenten hatte mindestens einen der Vorboten von Hörverlust erlebt. Zu diesen Vorboten gehört ein Klingeln in den Ohren, das Bedürfnis, den Fernseher immer weiter aufzudrehen und oft nachfragen zu müssen, was eben gesagt wurde.

Der tägliche Gebrauch von iPods, MP3-Playern und Laptops kann Ursache dieser Symptome sein. Aber auch die die Dauer des Gebrauchs dieser Geräte, die immer weiter ansteigt, kann Hörverlust verursachen. Hinzu kommt die Lautstärke: Zwei von drei Jugendlichen hören ihre persönlichen Musikabspielgeräte mit hoher Lautstärke und 13 Prozent mit sehr hoher Lautstärke.

Kosten verdoppelt

Neuseelands staatliches Institut für Schadensersatz bei Unfällen (Institute Accident Compensation Corporation, ACC), ist ebenfalls wegen der Welle von Schwerhörigkeit in Alarmbereitschaft. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Ausgaben für Hörgeschädigte in Neuseeland verdoppelt. Einer Untersuchung der Neuseeländischen Vereinigung der Tauben zufolge, haben sieben von zehn Einwohnern vor dem 30. Lebensjahr Anzeichen von permanentem Gehörverlust nach exzessivem Musikhören erlebt.

Das Institut, Australian Hearing, hat in einer Studie veröffentlicht, dass 60 Prozent der Besitzer von persönlichen Musikabspielgeräten, diese mit einer Lautstärke hören, die die empfohlene Grenze übersteigt.

In England ergab eine Studie, dass 39 Prozent der Jugendlichen zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr mehr als eine Stunde täglich Musik hören. 42 Prozent gaben dabei an, dies mit gefährlich hoher Lautstärke zu tun.

Einer von fünf französischen Jugendlichen leidet unter einer Schwerhörigkeit. In Italien gehen die Ärzte davon aus, dass es in eineigen Jahren jeden Dritten betrifft.

Frührente

„Jetzt muss gehandelt werden. Die junge Generation bedarf mehr Aufklärung bezüglich der, von Musik ausgehenden, Gefahr. Nur eine grundlegende Änderung der Gewohnheiten kann  die steigende Anzahl von Schwerhörigen in der kommenden Generation der 30 bis 40 Jährigen aufhalten. Momentan ist die Wissenschaft noch nicht in der Lage, altersbedingten Hörverlust zu heilen, doch wir können junge Menschen mehr auf den Gehörsinn aufmerksam machen und über Folgen von zu langem und zu lautem Musikhören aufklären. Deshalb betreiben wir die Homepage http://www.german.youth.hear-it.org/ und www.youth.hear-it.org, die sich direkt an junge Menschen richtet”, so Kim Ruberg, Generalsekretär von hear-it. “Wenn es uns jetzt nicht gelingt, diese schlechten Angewohnheiten zu ändern, wird daraus ein sehr kostspieliges Problem entstehen - sowohl für die einzelnen Betroffenen, als auch für die Gesellschaft. Denn Hörverlust hat auch schwere Auswirkungen auf das Sozialleben sowie den physiologischen Zustand der Betroffenen. Wir wissen, dass unbehandelter Hörverlust auch das Familienleben beeinflusst und im Extremfall zerstören kann. Doch auch im Berufsleben sind Konsequenzen zu erwarten, denn Schwerhörigkeit kann die Betroffenen vorzeitig in den Ruhestand bringen“.

Quelle: http://www.german.hear-it.org/